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Artenausgleich · Erster Einsatztag 2026
Das Territorium pflegen
ist ein kollektives Handeln
Die Ergebnisse unseres ersten Kastrierungs- und Sterilisierungseinsatzes in Palomino, La Guajira.
Die Mendihuaca-Brücke, beschädigt durch die starken Regenfälle vor dem Einsatztag.
Die Geschichte
Wir kamen an, obwohl der Weg es nicht erlaubte
Am 5. und 6. März 2026 reiste ein Team von zwei Tierärzten und drei Hilfskräften von Bogotá nach Palomino mit einem Koffer voller chirurgischer Materialien, Medikamente und Ausrüstung für ein mobiles OP-Setup. Ziel: einen kostenlosen Sterilisierungstag für Hunde und Katzen in der Gemeinde durchzuführen.
Was sie nicht wussten: Die Mendihuaca-Brücke – die einzige Zufahrtsroute – war Tage zuvor durch heftige Regenfälle eingestürzt. Das Team musste zu Fuß gehen und alle Logistik selbst tragen, um den Einsatztag nicht zu verschieben, auf den dutzende Familien bereits warteten.
Angekommen im Gebiet, war die Herausforderung nicht vorbei. Palomino ist eine Gegend, in der die Verbindung zwischen Menschen und ihren Tieren besteht, aber der Zugang zu Tierarztdiensten ist fast nicht vorhanden. Einige Familien zur Kastration oder Sterilisation ihrer Haustiere zu überreden, erforderte Zeit, Dialog und Präsenz in den Stadtvierteln.
In zwei Tagen ununterbrochener Arbeit betreute das Team Tiere aus 9 verschiedenen Stadtvierteln – von der Innenstadt von Palomino bis zu Marquetalia, Invasión, Mingueo und anderen – und sterilisierte erfolgreich 158 Tiere.
Ein Operationssaal aus dem, was vorhanden war
Ohne Klinik, ohne Krankenhausinfrastruktur. Das Team passte Gemeinschaftsräume an, um Operationstische, Infusionen und Instrumente aufzubauen. Jeder Eingriff wurde nach denselben Standards wie in einer Tierklinik durchgeführt, nur unter Feldbedingungen.
Das Team: 2 Tierärzte und 3 Hilfskräfte, die die eingestürzte Mendihuaca-Brücke überquerten, um den Einsatztag nicht zu verschieben.
Die Ergebnisse
158 Tiere. Neun Stadtteile. Zwei Tage.
Jede Zahl steht für eine direkte Intervention im Gebiet: weniger ungeplante Schwangerschaften, weniger Druck auf die Wildtiere und weniger vermeidbares Tierleid.
56,3%
43,7%
Hunde vs. Katzen
Altersverteilung
Der wichtigste Fund: Eine Familie zu haben bedeutet nicht, unter Obhut zu stehen
79,7% der kastrierten und sterilisierten Tiere gehören zu einer Familie. Allerdings streunen 48,7% den Großteil des Tages frei im Gebiet herum. Auf der Straße ereignen sich die Kämpfe, ungeplanten Schwangerschaften und der Kontakt mit Wildtieren. Ein Tier mit Besitzer zu kastrieren oder sterilisieren hat die gleiche Auswirkung auf das Gebiet wie ein streunerndes Tier.


